Verbrennung vs. Verdampfung: 7 wissenschaftliche Unterschiede mit klaren Fakten

Verbrennung vs. Verdampfung: 7 wissenschaftliche Unterschiede mit klaren Fakten

Verbrennung und Verdampfung unterscheiden sich grundlegend in ihrer Wirkung, Schadstoffbelastung und Funktionsweise, obwohl beide Methoden häufig im gleichen Atemzug genannt werden.

Ob aus medizinischem Interesse, aus Gründen der Schadstoffreduktion oder wegen Geschmack und Effizienz – der Unterschied zwischen beiden Methoden ist fundamental. Trotzdem werden sie im Alltag häufig gleichgesetzt oder nur oberflächlich verglichen.

Dieser Artikel erklärt wissenschaftlich fundiert, was beim Verbrennen und beim Verdampfen tatsächlich passiert, welche Stoffe freigesetzt werden, wie sich Temperatur, Wirkung und Belastung für die Atemwege unterscheiden – und warum sich daraus klare Unterschiede für Konsumenten ergeben.

Was bedeutet Verbrennen bei Cannabis?

Bei der Verbrennung wird pflanzliches Material unter Sauerstoffzufuhr auf sehr hohe Temperaturen erhitzt. Beim Rauchen eines Joints oder einer Pfeife entstehen Temperaturen von über 600 °C, wodurch das Pflanzenmaterial vollständig verbrennt.

Dabei kommt es zu einem Prozess namens Pyrolyse. Dieser führt zur Entstehung zahlreicher Nebenprodukte, die nicht Teil der gewünschten Wirkstoffe sind, darunter:

  • Teer
  • Kohlenmonoxid
  • Feinstaub
  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Diese Stoffe entstehen nicht durch Cannabis selbst, sondern durch die Verbrennung organischer Materie.

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Was bedeutet verdampfen im Vergleich zu verbrennen?

Das Verdampfen unterscheidet sich grundlegend von der Verbrennung, da das Pflanzenmaterial nicht entzündet wird. Stattdessen erfolgt eine kontrollierte Erhitzung auf Temperaturen zwischen 160 °C und 230 °C.

In diesem Temperaturbereich gehen Cannabinoide und Terpene in den gasförmigen Zustand über, ohne dass es zur Verbrennung kommt. Das Ergebnis ist Dampf statt Rauch.

Im Gegensatz zur Verbrennung bleiben große Teile des Pflanzenmaterials strukturell erhalten, was die Entstehung toxischer Nebenprodukte deutlich reduziert.

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Temperatur als entscheidender Unterschied – Tabelle

Der wichtigste technische Unterschied zwischen Verbrennung und Verdampfung ist die Temperaturkontrolle.

Substanz Verdampfungspunkt
THC ca. 157 °C
CBD ca. 160–180 °C
Terpene ca. 120–210 °C
Verbrennung ab ca. 230–250 °C

Bei der Verbrennung lassen sich diese Temperaturen nicht steuern. Das Verdampfen hingegen ermöglicht eine gezielte Freisetzung einzelner Wirkstoffe.

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Schadstoffe – der direkte Vergleich

Zahlreiche Untersuchungen zeigen deutliche Unterschiede zwischen Verbrennung und Verdampfung in Bezug auf Schadstoffe.

Bei der Verbrennung:

  • hohe Konzentrationen an Kohlenmonoxid
  • starke Feinstaubbelastung
  • Teerbildung
  • Reizung der Atemwege

Bei dem Verdampfen:

  • deutlich weniger toxische Nebenprodukte
  • kaum Kohlenmonoxid
  • geringere Belastung für Lunge und Rachen

Eine Übersicht dazu liefert auch: Flowsbio


Auswirkungen auf die Atemwege

Die unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften von Rauch und Dampf wirken sich direkt auf die Atemwege aus.

  • Rauch aus Verbrennung ist heiß, trocken und reizend
  • Dampf ist kühler und feiner

Deshalb wird die Verdampfung häufig als besser verträglich beschrieben, insbesondere bei bestehenden Atemwegsproblemen.

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Langzeitfolgen von Verbrennung und Verdampfung: aktueller Forschungsstand

Langzeitstudien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Verbrennen und Verdampfen sind bislang begrenzt, dennoch lassen sich aus dem aktuellen Forschungsstand klare Unterschiede ableiten. Der wichtigste Faktor ist dabei erneut der Verbrennungsprozess selbst.

Bei der Verbrennung entstehen dauerhaft inhalierte Schadstoffe wie Teer, Kohlenmonoxid und Feinstaub, die sich über längere Zeit in den Atemwegen ablagern können. Studien aus der Tabak- und Rauchforschung zeigen, dass diese Stoffe mit chronischen Entzündungen, Schleimhautreizungen und einer verminderten Lungenfunktion in Verbindung stehen.

Die Verdampfung reduziert diese Stoffe deutlich, da keine vollständige Oxidation des Pflanzenmaterials stattfindet. Zwar werden auch beim Verdampfen Fremdstoffe inhaliert, diese liegen jedoch in erheblich geringerer Konzentration vor. Fachgesellschaften weisen deshalb darauf hin, dass die Verdampfung im Vergleich zur Verbrennung als schadstoffärmer, nicht jedoch als risikofrei einzustufen ist.

Ein zusätzlicher Vorteil der Verdampfung liegt in der geringeren thermischen Belastung der Atemwege. Während Rauch aus der Verbrennung Temperaturen von mehreren hundert Grad erreicht, ist der inhalierten Dampf deutlich kühler, was langfristig zu weniger Reizungen führen kann.

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Wirkung & Effizienz – Vaporizer vs Joint

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass die Verbrennung stärker wirke als die Verdampfung. Tatsächlich gehen bei der Verbrennung große Teile der Wirkstoffe verloren.

Die Verdampfung ermöglicht:

  • effizientere Wirkstoffaufnahme
  • besser steuerbare Dosierung
  • weniger Überlagerung durch Rauchbestandteile

Viele Nutzer berichten von einer klareren, weniger belastenden Wirkung.


Geschmack & Terpene beim Rauchen

Terpene sind hitzeempfindlich und verbrennen sehr schnell. Bei der Verbrennung gehen sie größtenteils verloren, während die Verdampfung ihre selektive Freisetzung ermöglicht.

Das Ergebnis:

  • weniger verbrannter Geschmack
  • differenzierteres Aroma
  • reproduzierbare Ergebnisse

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Medizinische Einordnung

Im medizinischen Kontext wird die Verdampfung häufig bevorzugt, da sie eine bessere Kontrolle über Temperatur und Dosierung erlaubt.

Dies ist ein Grund, warum Vaporizer auch im Zusammenhang mit Krankenkassen und medizinischem Cannabis relevant sind.


Fazit: Warum sich Verdampfen klar von Verbrennen unterscheidet

Verbrennung und Verdampfung sind keine zwei Varianten derselben Methode, sondern zwei grundlegend unterschiedliche Prozesse.

  • Verbrennung erzeugt Rauch und zahlreiche Schadstoffe
  • Verdampfung setzt Wirkstoffe gezielt frei
  • Temperaturkontrolle ist der zentrale Vorteil der Verdampfung

Aus wissenschaftlicher Sicht bietet die Verdampfung klare Vorteile in Bezug auf Schadstoffreduktion, Effizienz und Kontrolle.

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